Buch "Ivanhoe"

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ClaudiaSterngucker
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Post by ClaudiaSterngucker » December 25th, 2018, 2:47 pm

Hallo zusammen,

Ich möchte Euch fragen, ob jemand Lust und Zeit hat, das deutsche Solo "Ivanhoe" von Sir Walter Scott von mir zu übernehmen. Ich habe lange mit mir gerungen und mich schweren Herzens dazu entschieden, dieses Soloprojekt abzugeben. Ich bin nun schon seit über einem Jahr dran und habe gerade einmal 8 Abschnitte von insgesamt 44 aufnehmen können. Ich war mir bewusst, dass so ein Solo verdammt viel Arbeit bedeutet, doch meine persönliche Situation hat sich verändert und macht es mir schwer, die nötige Zeit dazu zu finden. Ich habe jeweils nur ganz kleine Zeitfenster zum Aufnehmen zur Verfügung; und das wird sich in absehbarer Zeit leider nicht ändern. Ausserdem wäre es egoistisch von mir, dieses tolle Buch noch länger "zu besetzen", wenn es vielleicht jemand anderes mit seiner Stimme viel schneller zum Leben erwecken könnte (bestimmt auch zur Freude vieler Zuhörer...).

Ach, ja, meine 8 Abschnitte müssen absolut NICHT übernommen werden! :mrgreen:

Liebe Grüsse

Claudia
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moniaqua
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Post by moniaqua » December 25th, 2018, 11:36 pm

Also, ich würde es schon nehmen, wenn ich den Goethe fertig habe :)

Nicht davor, der stockt auch im Moment (oh, ich sollte mich mal wieder lebend melden dort). Machen wir es doch so, wenn Du niemanden findest - Du arbeitest dran weiter, bis ich den Goethe durch hab und wenn Du vorher fertig wirst, ist es auch fein? :)

Wär doch schon irgendwie schad, Du hast ja immerhin schon 20 Prozent und wer weiß, was das neue Jahr bringt.

ClaudiaSterngucker
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Post by ClaudiaSterngucker » December 26th, 2018, 7:21 am

moniaqua wrote:
December 25th, 2018, 11:36 pm
Also, ich würde es schon nehmen, wenn ich den Goethe fertig habe :)

Nicht davor, der stockt auch im Moment (oh, ich sollte mich mal wieder lebend melden dort). Machen wir es doch so, wenn Du niemanden findest - Du arbeitest dran weiter, bis ich den Goethe durch hab und wenn Du vorher fertig wirst, ist es auch fein? :)

Wär doch schon irgendwie schad, Du hast ja immerhin schon 20 Prozent und wer weiß, was das neue Jahr bringt.
Du bist eine weise Frau und kannst den Stress wegnehmen und gleichzeitig zum Weitermachen ermutigen. <3 :) Es wäre schon mega schade, ich hab die Charaktere ja lieb gewonnen...okay, wir machen es genau so, wie Du vorgeschlagen hast. Danke Dir a million! :9:
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Carolin
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Post by Carolin » December 27th, 2018, 12:52 am

Ich mochte noch eben beitragen dass mein eigenes solo von ca 30 nicht mega langen abschnitten auch schon fast 2 jahre auf mich wartet. Das ist manchmal so. Aber es ist relativ egal wie lange es dauert, solange wir wissen dass du im prinzip noch dran arbeitest :)
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schrm
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Post by schrm » December 27th, 2018, 4:48 am

nur um eine menschliche komponente dabei zu bestärken:
ich überlegte mir vor kurzem auch, meinen benno als gruppenprojekt weiterzumachen..

aber andererseits: ich bin noch nichtmal ein jahr dabei, möchte den benno auch mit neuem mikrofon einfach weiterlesen..
und letztendlich gibt es halt auch andere projekte, die mich immer wieder mal zeitlich in anspruch nehmen.
und availle bestärkte mich von anfang an:
kommt zeit, kommt beitrag oder rat - und diese möglichkeit, zb, nimmt mir auch niemand weg.

lg,
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Carolin
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Post by Carolin » December 27th, 2018, 6:00 am

am ende ist es egal wie lange es dauert. aber das team in einem gruppenprojekt motiviert einen manchmal doch eher als die einsame arbeit im solo. es gibt also keine antwort die allen passt.

ich hab auch schonmal ein solo abgebrochen nachdem ich nur die 5 min einleitung aufgenommen habe. vielleicht fange ich eines tages nochmal neu an damit. und mein jetziges solo wartet auch mit viel geduld auf mich. und es wartet noch ein bisschen länger, und länger, und länger. :roll: :oops:

als mc stört mich das übrigens nicht. wenn der soloist noch da ist und sich gelegentlich meldet hat es zeit. das einzige was mich stört ist wenn das eine letzte kapitel nicht fertig wird. weil es ist ja immer schön wenn man ein projekt abschließen kann, und wenn nur noch das 5 minuten lange nachwort fehlt wird das schon nervig ;) aber auch das hält der durchschnittsadmin wohl aus.

also unterm strich muss sich jeder leser selbst überlegen was er oder sie macht wenn es mit dem solo grade nicht so läuft wie geschmiert. aber die community steht mit rat und tat zur seite!
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ClaudiaSterngucker
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Post by ClaudiaSterngucker » December 27th, 2018, 7:54 am

@ Schrm und Carolin,

Herzlichen Dank für Eure Antworten! Ja, die Community ist grossartig und extrem hilfsbereit, und dafür bin ich sehr dankbar. :9: Es tut wirklich gut zu erfahren, dass es anderen ganz ähnlich geht mit den Soli. Bei mir liegt es nicht an der fehlenden Motivation, sondern den Umständen...gut, mit Glück habe ich zweimal die Woche ca. eine Stunde Zeit zum Aufnehmen, welche ich nutze. Doch da verknotet mir meine unsägliche Pingeligkeit die Umlaufbahn, denn meistens lösche ich die gesamte Aufnahme sofort wieder, weil ich einfach nicht zufrieden bin. Gestern, zum Beispiel, konnte ich den ganzen Abschnitt 9 von Ivanhoe aufnehmen und war ziemlich happy darüber. Anschliessend habe ich mir ein Video angeschaut, in dem verschiedene Sprechstile für Hörbücher vorgestellt und erklärt wurden. Eine Sprecherin wurde lobend erwähnt, die ruhig und unaufgeregt liest, ohne ihre Stimme für verschiedene Charaktere gross zu verstellen. Selbstredend habe ich mir sofort ein Hörbeispiel 'reingezogen und war begeistert. Ich liebe diese ruhige Art zu lesen und die Kunst, Charaktere "nur" durch feine Nuancen in der Sprechweise darzustellen. Meine eigene Aufnahme musst danach natürlich dran glauben. Von meinem Wunsch, korrekt Hochdeutsch lesen zu können, will ich erst gar nicht anfangen. :roll:

Also, mein Vorsatz für das Neue Jahr lautet, endlich weniger perfektionistisch zu werden...und von grossartigen Lesern hier auf Librivox und "draussen" zu lernen, anstatt mich mit ihnen zu vergleichen. :mrgreen:
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moniaqua
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Post by moniaqua » December 27th, 2018, 8:35 am

ClaudiaSterngucker wrote:
December 27th, 2018, 7:54 am
Gestern, zum Beispiel, konnte ich den ganzen Abschnitt 9 von Ivanhoe aufnehmen und war ziemlich happy darüber. Anschliessend habe ich mir ein Video angeschaut, in dem verschiedene Sprechstile für Hörbücher vorgestellt und erklärt wurden. Eine Sprecherin wurde lobend erwähnt, die ruhig und unaufgeregt liest, ohne ihre Stimme für verschiedene Charaktere gross zu verstellen. Selbstredend habe ich mir sofort ein Hörbeispiel 'reingezogen und war begeistert. Ich liebe diese ruhige Art zu lesen und die Kunst, Charaktere "nur" durch feine Nuancen in der Sprechweise darzustellen. Meine eigene Aufnahme musst danach natürlich dran glauben.
https://librivox.bookdesign.biz/book/12195 wrote: Das Haus des schwarzen Magiers
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:hmm: Was will uns wohl das Rating sagen? Dass Du irgend einen Hörbuchstar von sonstwo imitieren sollst? Oder doch eher, dass den weitaus meisten Deiner Leser es grad recht ist, wie Du liest? Bei n=75 ist das denke ich nicht mehr einfach nur jemand, der Dir lieb sein will, sondern das kommt von Lesern, denen es gefallen hat. Das hat schon eine Aussage!
ClaudiaSterngucker wrote:
December 27th, 2018, 7:54 am
Also, mein Vorsatz für das Neue Jahr lautet, endlich weniger perfektionistisch zu werden...und von grossartigen Lesern hier auf Librivox und "draussen" zu lernen, anstatt mich mit ihnen zu vergleichen.
Sehr gute Idee! Bitte einmal umsetzen und verinnerlichen! ;)

schrm
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Post by schrm » December 27th, 2018, 9:20 am

ClaudiaSterngucker wrote:
December 27th, 2018, 7:54 am
@ Schrm und Carolin,

Herzlichen Dank für Eure Antworten! Ja, die Community ist grossartig und extrem hilfsbereit, und dafür bin ich sehr dankbar. :9: Es tut wirklich gut zu erfahren, dass es anderen ganz ähnlich geht mit den Soli. Bei mir liegt es nicht an der fehlenden Motivation, sondern den Umständen...gut, mit Glück habe ich zweimal die Woche ca. eine Stunde Zeit zum Aufnehmen, welche ich nutze. Doch da verknotet mir meine unsägliche Pingeligkeit die Umlaufbahn, denn meistens lösche ich die gesamte Aufnahme sofort wieder, weil ich einfach nicht zufrieden bin. Gestern, zum Beispiel, konnte ich den ganzen Abschnitt 9 von Ivanhoe aufnehmen und war ziemlich happy darüber. Anschliessend habe ich mir ein Video angeschaut, in dem verschiedene Sprechstile für Hörbücher vorgestellt und erklärt wurden. Eine Sprecherin wurde lobend erwähnt, die ruhig und unaufgeregt liest, ohne ihre Stimme für verschiedene Charaktere gross zu verstellen. Selbstredend habe ich mir sofort ein Hörbeispiel 'reingezogen und war begeistert. Ich liebe diese ruhige Art zu lesen und die Kunst, Charaktere "nur" durch feine Nuancen in der Sprechweise darzustellen. Meine eigene Aufnahme musst danach natürlich dran glauben. Von meinem Wunsch, korrekt Hochdeutsch lesen zu können, will ich erst gar nicht anfangen. :roll:

Also, mein Vorsatz für das Neue Jahr lautet, endlich weniger perfektionistisch zu werden...und von grossartigen Lesern hier auf Librivox und "draussen" zu lernen, anstatt mich mit ihnen zu vergleichen. :mrgreen:

perfektionsdrang ist etwas, das mich auch schon irrsinnig behindert hat.
also zb beim benno, da fehlt in einem abschnitt noch das wörtchen "in" irgendwo.
ich habe zuerst beschlossen, das gut sein zu lassen; dann setzte ich es auf see pl notes; dann kam diese komische grippe, wo man 5 wochen lang mindestens seltsamste stimmerscheinungen hatte; dann kam jetzt ein neues mikro - sämtliche projekte, an denen ich mitarbeitete wie auch immer, mal beiseite geschoben: eigentlich kein grund dabei, ausgenommen die 2 wochen, in denen ich fast gar nicht sprechen konnte...

ich habe zbein youtube video gesehen, mit dem verheissungsvollen titel: so wird deine stimme so angenehm wie meine.
ein sänger empfiehlt zb zu gähnen, die wangen zu massieren, usw usf.
ich glaube, es war doch sinnvoller, das neue mikro anzudenken, als jeden tag eine halbe bis eine stunde (statt aufzunehmen!) sowas für sänger zu praktizieren.

also: informieren ist gut, selbst ausprobieren noch besser...
zb - vorsicht werbung - für die kurzen prosatexte :-)
scherz beiseite: es muss ja nicht immer ein dreiviertelstundenabschnitt sein, so wie du ihn zb erst innerhalb weniger tage für den fontane abgeliefert hast :-)
es gut sein lassen muss man aber auch können, bzw nachdenken: unter berücksichtigung bisher aufgenommener abschnittte passt das vermutlich gar nicht dazu, oder passt das doch schon, oder... statt zu löschen behalt die version auf, probier was neues aus, lies etwas kurzes total anderes...
wenn du irgendwann mit zwei versionen da stehst und weisst, welche du hochladen willst, lade bitte den anderen gerne bei der prosasammlung hoch! ich freu mich drüber und vielleicht macht es sogar ein bisschen werbung für dein projekt?
apropo ernst gemeint: ich glaube, wir nehmen im deutschen vieles zu ernst... librivox ist ein hobby, es soll spass machen, ambition ist gut, frustration weniger, strenge und quälerei (von sich selbst und anderen) einfach nicht angebracht.

aber ich bin selbst viel zu oft ein bisserl pingelig... im podcast sagte jemand, dass es gut tut, alle halben jahre nochmal die pl regeln zu lesen, welche vorgaben wir überhaupt haben..
ein mögliches fazit ist halt immer: besser kann man es (derzeit!) nicht machen (aber zukünftige verbessserungen, wissen, möglichkeiten sind niemals ausgeschlossen) !
und jetzt wünsch ich mahlzeit und bis bald!
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Carolin
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Post by Carolin » December 27th, 2018, 12:52 pm

ClaudiaSterngucker wrote:
December 27th, 2018, 7:54 am
Anschliessend habe ich mir ein Video angeschaut, in dem verschiedene Sprechstile für Hörbücher vorgestellt und erklärt wurden. Eine Sprecherin wurde lobend erwähnt, die ruhig und unaufgeregt liest, ohne ihre Stimme für verschiedene Charaktere gross zu verstellen.
Das ist absolut geschmackssache! Wenn du zum beispiel die thank you mails liest, dann findest du genausoviel lob für charakterisierung wie für schlichte lesungen, genausoviel für schnelle wie für langsame leser, für Männer wie für frauen... alles hat fans, alles hat auch haters. am besten liest du so, wie es dir (a) am leichtesten fällt weil dann macht es spass, und (b), wie du es selbst gerne hörst. Mit einem mix aus diesen beiden zutaten wirds am besten, glaube ich :)

Hierzu hat es auch schonmal einen podcast gegeben, https://archive.org/download/librivox_community_2009/librivox_community_podcast_096.mp3 2009 in grauer vorzeit :lol:
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Post by Availle » December 27th, 2018, 7:00 pm

ClaudiaSterngucker wrote:
December 27th, 2018, 7:54 am
Anschliessend habe ich mir ein Video angeschaut, in dem verschiedene Sprechstile für Hörbücher vorgestellt und erklärt wurden.
Und wieso machst Du das?
Wo Du eh weisst, was das Resultat sein wird:
Meine eigene Aufnahme musst danach natürlich dran glauben.


Spatzl, solange Du die Aufnehmerei nicht profimaessig betreiben moechtest, kannst Du Dir das alles sparen! Reine Zeitverschwendung!
Fuer ein Hobby gilt: Durch tun wird man besser. Und "besser" reicht fuer LV auch vollkommen!

Hier sind die 4 Schritte fuer einen angenehmen LV Aufenthalt:

1. Aufnehmen
2. Editieren (NICHT zuhoeren, nur editieren!)
3. Hochladen
4. Sich ueber die netten Worte des DPL freuen.

Und dann wieder von vorne.

Ganz einfach. :D
Cheers,
Ava.

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Post by ClaudiaSterngucker » December 28th, 2018, 10:02 am

moniaqua wrote:
December 27th, 2018, 8:35 am
:hmm: Was will uns wohl das Rating sagen? Dass Du irgend einen Hörbuchstar von sonstwo imitieren sollst? Oder doch eher, dass den weitaus meisten Deiner Leser es grad recht ist, wie Du liest? Bei n=75 ist das denke ich nicht mehr einfach nur jemand, der Dir lieb sein will, sondern das kommt von Lesern, denen es gefallen hat. Das hat schon eine Aussage!
ClaudiaSterngucker wrote:
December 27th, 2018, 7:54 am
Also, mein Vorsatz für das Neue Jahr lautet, endlich weniger perfektionistisch zu werden...und von grossartigen Lesern hier auf Librivox und "draussen" zu lernen, anstatt mich mit ihnen zu vergleichen.
Sehr gute Idee! Bitte einmal umsetzen und verinnerlichen! ;)
Ui, wie das klingt...Deine Leser/Hörer...ich habe mich noch gar nicht an diesen Gedanken gewöhnt. Du hast recht, jemand anderen imitieren zu wollen ist eine blöde Idee, und dieses Vorhaben hat bei mir noch nie richtig funktioniert. Ich versuche, mich von anderen Lesern inspirieren zu lassen und das, was mir so an ihrem Stil gefällt, in meine eigene Art zu lesen zu integrieren, ohne dabei zu imitieren. Doch das dann auch wirklich in die Praxis umsetzen zu können, braucht VIEL Übung. Ich bin den lieben Leuten, die mir für den Magier ein positives Feedback gegeben haben, sehr dankbar, weil sie sich die Mühe machten, meiner Lesung, trotz dem Schweizer Akzent, noch etwas Gutes abzugewinnen.

Manchmal wird mir beim Lesen bewusst, dass ich krampfhaft versuche, "gut" zu lesen, anstatt die Geschichte in den Vordergrund zu stellen und meine Stimme ohne Eitelkeit einfach in ihren Dienst zu stellen. Ich finde, der Leserin Kristin LeMoine, die 19 Abschnitte der Originalfassung von Ivanhoe las, gelingt das wunderbar. Ist es Dir am Anfang auch ähnlich gegangen?
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Post by moniaqua » December 28th, 2018, 10:33 am

ClaudiaSterngucker wrote:
December 28th, 2018, 10:02 am
Ui, wie das klingt...Deine Leser
:hmm: Irgendwie verkehrt. Gut, dass Du es richtig verstanden hast :D
ClaudiaSterngucker wrote:
December 28th, 2018, 10:02 am
trotz dem Schweizer Akzent, noch etwas Gutes abzugewinnen.
Och komm, nu lass doch mal die Fixierung auf den Akzent. Es soll tatsächlich Leute geben, die eben ganz genau diesen mögen!
ClaudiaSterngucker wrote:
December 28th, 2018, 10:02 am
Ist es Dir am Anfang auch ähnlich gegangen?
Nö. Ich war da schon immer Schmerz-befreit. Ich habe meinen eigenen Kopf, meine eigenen Vorstellungen, wie etwas gelesen werden soll. Ich nehme gerne Anregungen an, wenn sie zu mir passen, ich lerne auch gerne aus Fehlern anderer oder wenn's denn sein muss (ich mache nicht gern Fehler ;) ) aus meinen eigenen, wenn ich drauf aufmerksam gemacht werde. Aber was Geschmackssachen angeht, und Lesestil ist eindeutig Geschmackssache, da kann ich ziemlich giftig werden, wenn mir jemand Vorschriften machen will.

Wenn ich lese, geschieht das auch aus Egoismus. Nicht nur, ich freue mich auch, wenn jemand sich an meinen Aufnahmen freut, weil sie ihm/ihr gefallen, weil sie keine Chance hätten, das Buch/Gedicht/Kapitel selber zu lesen aus welchem Grund auch immer, weil er/sie Deutsch lernt und einen native speaker braucht, weil... Aber letztlich ist das doch auch nur Egoismus. Und wenn ich lese, kann ich steuern, wie sich das ganze anhören soll, ganz und absolut nach meinem Geschmack. Und wen mein Deutscher Akzent bei englischen Texten stört - well, shit happens Image. Dazu hat LibriVox doch die choice of voice. Die Jungs und Mädels, die Dich wegen Deines Akzents kritisieren, sollten erst einmal selber lesen. Blöd daherreden ist einfach...

Kristin LeMoines Buch habe ich übrigens nie angehört, aber vielleicht höre ich Deines eines Tages an ;)
Last edited by moniaqua on December 28th, 2018, 11:25 am, edited 1 time in total.

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Post by Carolin » December 28th, 2018, 11:01 am

ClaudiaSterngucker wrote:
December 28th, 2018, 10:02 am
Ich bin den lieben Leuten, die mir für den Magier ein positives Feedback gegeben haben, sehr dankbar, weil sie sich die Mühe machten, meiner Lesung, trotz dem Schweizer Akzent, noch etwas Gutes abzugewinnen.
Trotz? Ich wurde sagen nicht nur aber auch wegen des akzents :9:
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schrm
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Post by schrm » December 28th, 2018, 1:26 pm

liebe claudia,

ich weiss, dass du mein danke auch falsch bewertet hast insofern spar ich mir mal das allzu freundliche jetzt:

weisst du eigentlich, was du da heute geschrieben hast?
1. du schämst dich für einen teil deiner persönlichkeit - ich rede wie mir der schnabel gewachsen ist und bin stolz drauf
2. du hast sowas wie "büchervernichtung" betrieben
3. die 75 leute, die grossteils anscheinend deinem solo gute noten bis bestnoten gaben, weil es nur 3?-5? einsternige zu finden gab (eine davon von dir selbst, wohlgemerkt...), sind anscheinend laut dir alle aus mitleid gute noten gebend? die lügen dich vielleicht an, auch noch? diese leute scheinen sich zu dutzenden fingierte argumente aus den fingern zu saugen? zb eben, dass die athmosphäre durch den akzent noch bestärkt wird...das schrieb ich dir, als ich dir dankte.
--> die antwort ist vielmehr: die meisten kennen dich nicht. genausowenig wie ich, als ich dir dankte (und bis heute eigentlich), viele wissen null von den abläufen hier auf librivox, viele sind reine konsumenten die allerbeste qualität kostenlos haben möchten. im wunschkonzert "das leben ist unfair" kommt man damit relativ weit...
4. im grunde genommen, seit ich mitgesungen habe bei der stillen nacht (wo auch du mitgemacht hast...wiedermal) fühl ich mich ziemlich abgehärtet. ich bekam da rückmeldungen nebenbei: wir haben es viel zu schnell gesungen, und ansonsten keine ahnung 5-10 positive rückmeldungen. sollen wir das lied löschen von archive? weils einer sagte? obwohl es sogar dafür den schlichten grund gab, dass es eben nunmal die englische vorlage war und eine strophe in deutsch vorangestellt wurde, der song also harmnisch so weiterläuft usw usf? müssen wir es jedem einzelnen menschen auf derat welt recht machen? das wird so nie funktionieren..
oder muss ich das jetzt schlecht reden? darf ich noch was lesen für librivox, obwohl viele so eine gute rückmeldung gaben, sicherlich rein fingiert, weil/obwohl der song viel zu schnell war laut dem einen?

liebe claudia, ich bin schockiert und gehe schlafen - ich hoffe, nicht mit alpträumen...

an die mcs: wenn dieser beitrag nicht freundlich genug war, bitte löschen. :evil:
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