(German, Deutsch) Akzentfreies Hochdeutsch

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ClaudiaSterngucker
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Post by ClaudiaSterngucker » December 18th, 2017, 3:37 pm

Hallo zusammen :mrgreen:

Ich will meinen scheusslichen Schweizer Akzent loswerden und gutes, klares und verständliches Hochdeutsch lernen. Leider fehlen mir die Mittel, um einen Kurs besuchen zu können, also schaue ich mich im Internet nach Quellen um. Kennt Ihr vielleicht noch Websites, die Sprechtechnik - Übungen anbieten? - In der Schweiz müssen wir zwar von der ersten Klasse an 'Hochdeutsch' sprechen, doch man lernt nie, wie genau man denn korrektes Hochdeutsch spricht, wie die verschiedenen Laute überhaupt gebildet werden. Was dabei herauskommt, hört man ja bei mir... :cry: Ich habe einfach Angst, die Bücher, die ich so gerne lesen würde, durch meine grässliche Aussprache total zu verunstalten und für die Hörer kaputt zu machen.

Vielen herzlichen Dank!

Claudia
Claudia

"Aus Druckerschwärze entstehen Dinge, Menschen, Geister und Götter, die man sonst nicht sehen könnte." Erich Kästner

Availle
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Post by Availle » December 18th, 2017, 4:37 pm

Mach das ja nicht!! :shock:

"Akzentfreies Hochdeutsch" (was ist das ueberhaupt??) hoert sich so nachrichtensprecherisch-sachlich-befehlstonmaessig an. Und von 80 Millionen Deutschen bekommt das auch nur die Minderheit hin.

Im uebrigen ist das Deutsch dass Du sprichst, kein Akzent, sondern eine Variante des Standarddeutsch, so wie das was wir in Oesterreich sprechen:
Wikipedia wrote: Die schweizerische Variante des Standarddeutschen wird Schweizer Hochdeutsch (in der Schweiz: Hochdeutsch oder Schriftdeutsch) genannt und ist nicht mit dem Schweizerdeutsch gleichzusetzen.
Mit Deinem netten Schwizr Sternguckr Duktus hast Du hier auf LV eine Alleinstellung - warum die aufgeben? Die Leute scheinen auch mein "Schoenbrunnerdeutsch" zu moegen, obwohl ich das nicht einmal sprechen tu' ;-) Und wem man gerne zuhoert, hat weniger mit Ausprache zu tun, sondern mit dem ganzen Drumherum: Sprachmelodie, Betonung, Pausen... Und wenn's dem Hoerer nicht passt, kann er/sie ja selber lesen.

Ich habe mir jetzt einige Deiner threads durchgelesen, und sie drehen sich alle um das Thema "Ich bin nicht gut genug". Ganz ehrlich - und ich bin jetzt absichtlich boese: :evil:
Du brauchst keinen Kurs in "wie lese ich richig" oder "Hochdeutsch in 30 Tagen". Das ist schon gut so wie Du das machst. Du brauchst einen Kurs "Wie habe ich mich endlich selber lieb"...
Cheers,
Ava.

--
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Jessi
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Post by Jessi » December 18th, 2017, 5:49 pm

Ich bin auch immer für Akzente, Hochdeutsch ist langweilig und ermüdet die Ohren (kann aber auch gut sein, dass das bei mir daher kommt, dass ich schon zu lang in Norddeutschland wohne und man hier nie einen ordentlichen Dialekt/Akzent hört :wink: )

moniaqua
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Post by moniaqua » December 19th, 2017, 1:38 am

ClaudiaSterngucker wrote: Ich will meinen scheusslichen Schweizer Akzent loswerden
<vorsichtignachgfrag> Dir geht's gut??
Ich stimme Availle zu, in allen Punkten. Einen Tipp wüsste ich ja schon, hab ihn selber noch nicht ausprobiert, aber er klingt gut. Nur weitergeben werde ich ihn Dir nicht, da bin ich jetzt ganz böse :evil: An mich wurde letztens tatsächlich bei Gesang herangetragen, dass ich unbedingt an meiner englischen Aussprache arbeiten müsse. Ok, im weiteren Sinn selbst schuld, ich hatte um Meinungen zum Gesang gebeten. Vielleicht werde ich es auch tatsächlich mal ausprobieren, nur Spaßeshalber. Aaaaaaber: es sind, meiner Erfahrung nach, die Deutschen, und nur die Deutschen, die den deutschen Akzent nicht mögen. Wenn's stimmt sind das 1% der Weltsbevölkerung. Warum bitte sollte ich mich da abtun, solange es verständlich ist, wie ein ja, wie überhaupt zu klingen? Welches Englisch soll ich denn akzentfrei lernen? Oxford~, New Yorker ~, Südstaaten~, Hispanics-~? Und auch von mir die Frage - was ist Hochdeutsch? Wer spricht es akzentfrei?
So, und nu werde ich erst noch meinen Kaffee trinken und dann hemmungslos in meinem bayerisch-österreichisch-Gemisch an meinem Kriminalfall weiterlesen. Wem's nicht passt, der mag den dann bitte selber nochmal lesen. :twisted: :roll:

ClaudiaSterngucker
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Post by ClaudiaSterngucker » December 19th, 2017, 4:38 pm

Availle wrote:
Mit Deinem netten Schwizr Sternguckr Duktus hast Du hier auf LV eine Alleinstellung - warum die aufgeben?
:lol: :lol: :lol: Ich klinge ja so büüüüüüünzlig! Ja, ich habe mich schon oft gefragt, warum nur so wenige Schweizer für Librivox lesen, vermutlich denken sie auch, dieses Schweizer Hochdeutsch sei fürchterlich, genau wie die deutschschweizerische Version des Französischen - von den Romands liebevoll :twisted: 'français fédéral' genannt.

'Schönbrunnerdeutsch' spricht man das in Wien? Ist dieses Deutsch nach dem Schloss Schönbrunn benannt? Meine Schwester und ich hatten an der Katholischen Schule eine Freundin aus Österreich, und wir liebten ihre Sprache! Beim Mittagessen sassen wir oft einfach nur da und hörten ihr andächtig zu. Es klang so warmherzig und melodisch und irgendwie total cool. Später in der Deutschstunde versuchte ich, ihre Aussprache zu imitieren und wurde dafür promt von Sr. Barbara gerügt... :wink: Ich finde halt, Österreichisch und Bayerisch tönen unheimlich charmant, irgendwie frech, unkonventionell, charaktervoll und frisch - und dennoch liegt diesen Dialekten 'perfektes' Deutsch zugrunde, gewisse Laute haben nur eine leicht veränderte Klangfarbe und Melodie. Nicht so im Schwiizertütsch. Ich bin kein Linguist, doch kommt es mir vor, als ob im Schweizerischen Hochdeutsch zwar die Worte Hochdeutsch ausgesprochen werden, die Lautbildung jedoch Schweizerdeutsch bleibt und es deshalb bei weitem nicht so 'rund' und harmonisch tönt wie Österreichisch und Bayerisch.

Availle wrote:Ich habe mir jetzt einige Deiner threads durchgelesen, und sie drehen sich alle um das Thema "Ich bin nicht gut genug". Ganz ehrlich - und ich bin jetzt absichtlich boese: :evil:
Du brauchst keinen Kurs in "wie lese ich richtig" oder "Hochdeutsch in 30 Tagen". Das ist schon gut so wie Du das machst. Du brauchst einen Kurs "Wie habe ich mich endlich selber lieb"...
Nein, Du bist überhaupt nicht böse, Du hast recht. Am mich selbst lieb haben muss ich noch viel arbeiten.
Claudia

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ClaudiaSterngucker
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Post by ClaudiaSterngucker » December 19th, 2017, 4:52 pm

Jessi wrote:Ich bin auch immer für Akzente, Hochdeutsch ist langweilig und ermüdet die Ohren (kann aber auch gut sein, dass das bei mir daher kommt, dass ich schon zu lang in Norddeutschland wohne und man hier nie einen ordentlichen Dialekt/Akzent hört :wink: )
Hat Hamburg nicht einen ganz eigenen Dialekt und enthält sogar noch Worte aus dem Plattdeutschen? Auf Rügen spricht man sogar noch heute Plattdeutsch, stimmt das? Kommst Du aus einem anderen Gebiet in Deutschland? Ich finde, Du sprichst ein wunderschönes Deutsch!
Claudia

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Post by ClaudiaSterngucker » December 19th, 2017, 5:35 pm

moniaqua wrote:
<vorsichtignachgfrag> Dir geht's gut??
:lol: :lol: :lol: Jaaaa, mir geht es gut, danke...ich hatte nur wieder einmal 'en Furz verchert im Füdli'. :mrgreen: Ich hoffe, Dir geht es auch gut!

moniaqua wrote:Ich stimme Availle zu, in allen Punkten. Einen Tipp wüsste ich ja schon, hab ihn selber noch nicht ausprobiert, aber er klingt gut. Nur weitergeben werde ich ihn Dir nicht, da bin ich jetzt ganz böse :evil:
:hmm: So fies! Quatsch, ich mache nur Spass, wahrscheinlich würde ich den Tipp sofort ausprobieren, anwenden und dann nicht mehr authentisch klingen. Ich kann ja Hochdeutsch imitieren und die Laute so bilden, wie ich es in den Hochdeutsch - Tutorials auf YouTube gelernt habe, doch es tönt einfach mega unnatürlich...irgendwie wie eine Veräppelung. 'Wenn du mit der Stimme arbeitest, kannst du nichts verstecken oder dich verstellen, denn man hört es sofort' - keine Ahnung, wo ich diesen Satz gelesen oder gehört habe (vielleicht war er sogar auf englisch), möglicherweise sogar hier bei Librivox.

moniaqua wrote:An mich wurde letztens tatsächlich bei Gesang herangetragen, dass ich unbedingt an meiner englischen Aussprache arbeiten müsse. Ok, im weiteren Sinn selbst schuld, ich hatte um Meinungen zum Gesang gebeten.
Du hast doch um Meinungen zum Gesang gebeten, nicht zur englischen Aussprache, nicht wahr? Es stimmt schon, was Du sagst, es sind vielfach Deutsche, die den deutschen Akzent nicht mögen und eben auch vielfach Schweizer, die den schweizer Akzent ablehnen...und wenn man so darüber nachdenkt, ist das traurig und schade (jaaa, ich nehme mich grad selbst an der Nase) und auch blöd, denn dem eigenen Akzent gegenüber negativ eingestellt, ist es schwierig, unbefangen und mit Spass zu lesen. Also, ich finde Dein Englisch schön, mega klar, deutlich und sehr gut verständlich...und süss!

Südstaaten - Englisch sprechen zu können, wie Dr. 'Bones' McCoy, wäre schon cool! Ich bekomme bei schottischem Akzent weiche Knie... <3

Ich werde morgen Deinem Beispiel folgen und vor der Arbeit in der Praxis auch mit meinem Kriminalfall beginnen! :thumbs:
Claudia

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Jessi
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Post by Jessi » December 20th, 2017, 12:34 am

ClaudiaSterngucker wrote:Hat Hamburg nicht einen ganz eigenen Dialekt und enthält sogar noch Worte aus dem Plattdeutschen? Auf Rügen spricht man sogar noch heute Plattdeutsch, stimmt das? Kommst Du aus einem anderen Gebiet in Deutschland? Ich finde, Du sprichst ein wunderschönes Deutsch!
Ich komme aus der Ravensburger Ecke, Nähe Bodensee, ich weiß immer wann ich fast daheim bin, das ist immer dann wenn bei der Zugfahrt die Ansagen und Reisenden anfangen schwäbisch zu klingen :D

Platt hab ich erst zwei mal hier gehört in Osnabrück, einmal war das Radio und einmal hat tatsächlich jemand das gesprochen. Die meisten Jüngeren sagen, dass sie es noch verstehen können, allerdings nicht mehr sprechen, irgendwie traurig :( (auch wenn ich kein Wort verstanden hätte, ich versteh Platt hauptsächlich mit meinen Norwegisch-kenntnissen, aber mehr Dialekt ist immer gut).

moniaqua
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Post by moniaqua » December 20th, 2017, 1:29 am

ClaudiaSterngucker wrote:und dennoch liegt diesen Dialekten 'perfektes' Deutsch zugrunde, gewisse Laute haben nur eine leicht veränderte Klangfarbe und Melodie. Nicht so im Schwiizertütsch. Ich bin kein Linguist, doch kommt es mir vor, als ob im Schweizerischen Hochdeutsch zwar die Worte Hochdeutsch ausgesprochen werden, die Lautbildung jedoch Schweizerdeutsch bleibt und es deshalb bei weitem nicht so 'rund' und harmonisch tönt wie Österreichisch und Bayerisch.
Täusch Dich da mal nicht :) Wir hören im Chor so oft "Kein bayerisches å, ein Salzburger aa!!" Allein in Bayern gibt es verschiedene Dialekte; die Oberbayern verstehen die Niederbayern nicht unbedingt (wenn sie Dialekt sprechen) und die Schwaben reden nochmal anders, ganz zu schweigen von den Franken. Selbiges in Österreich. Wenn man einen Oberpfälzer hört, hört man es in der Regel, auch wenn er meint, Hochdeutsch zu sprechen. Die tun sich nicht leichter als Schweizer. Nur, dass sie keine ü haben sondern ou.
ClaudiaSterngucker wrote:Hat Hamburg nicht einen ganz eigenen Dialekt und enthält sogar noch Worte aus dem Plattdeutschen? Auf Rügen spricht man sogar noch heute Plattdeutsch, stimmt das?
Hamburg bin ich mir nicht ganz sicher, ob die Platt sprechen, müsste eigentlich. Aber das mit dem Platt geht schon viel weiter südlich los, in verschiedenen Ausprägungen. Allerdings reden die das weniger als die Schweizer Schwyzerdütsch :( Es gab eine Zeit, da waren die Lehrer angehalten, in den Schulen Hochdeutsch zu reden :twisted: Die jungen können das oft gar nicht mehr.
ClaudiaSterngucker wrote:Jaaaa, mir geht es gut, danke...ich hatte nur wieder einmal 'en Furz verchert im Füdli'. :mrgreen: Ich hoffe, Dir geht es auch gut!
Schön. Doch, danke, es passt :)
ClaudiaSterngucker wrote: ich mache nur Spass, wahrscheinlich würde ich den Tipp sofort ausprobieren, anwenden und dann nicht mehr authentisch klingen.
Und das fände ich ausgesprochen schade.
ClaudiaSterngucker wrote:Du hast doch um Meinungen zum Gesang gebeten, nicht zur englischen Aussprache, nicht wahr?
Nu, ok, Aussprache gehört mit zum Gesang, das ist schon ok. Das ist eben wieder so eine Eigenheit der Deutschen, dass die sich unbedingt einbilden, a) auf englisch singen zu müssen (dann versteht wenigstens keiner, dass der Text auch nicht besser ist als bei jedem deutschen Popsong - meinen sie :roll: ) und dass das dann b) auch noch perfekt sein muss, dass ja niemand spannt, dass das Deutsche gesungen haben. Der arme Kerl konnte ja nicht wissen, dass dieser Punkt mir ziemlich wumpe ist :)
ClaudiaSterngucker wrote:Also, ich finde Dein Englisch schön, mega klar, deutlich und sehr gut verständlich...und süss!
Danke schön. Verständlich ist wichtig.
ClaudiaSterngucker wrote:Ich werde morgen Deinem Beispiel folgen und vor der Arbeit in der Praxis auch mit meinem Kriminalfall beginnen!
Ui ja! Die Dinger sind ziemlich lang. Es wird noch was rausgeschnitten (einiges :oops: ), aber ich bin jetzt schon bei 40 min und noch nicht durch. Und das war einer der kürzeren Texte... Kein Wunder, dass das Projekt so ewig dauert. Ich bin schon gespannt, wie es sich anhört mit dieser Stückelei, aber das schaffe ich wirklich nicht auf einen Sitz.
Jessi wrote:Ich komme aus der Ravensburger Ecke, Nähe Bodensee, ich weiß immer wann ich fast daheim bin, das ist immer dann wenn bei der Zugfahrt die Ansagen und Reisenden anfangen schwäbisch zu klingen
Hihi, deswegen klingt das so schön, das ist schon der alemannische Einschlag ;)

Silmaryllis
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Post by Silmaryllis » December 30th, 2017, 2:23 am

Liebe Claudia,

ich verstehe Dich sehr gut, bei mir ist es das "fränggeln", was mich ziemlich unsicher macht beim Lesen. Ich versuche auch, möglichst "hochdeutsch" zu lesen, weil ich das Fränkische zwar heimatlich, aber für einen Nichtfranken als nicht besonders angenehm zu hören empfinde. Klappt aber leider meistens nicht so richtig... Ich hab nämlich auch lange gezögert, hier bei Librivox überhaupt anzufangen, weil ich dachte, ich lese nicht hochdeutsch genug.

Dafür liebe ich es, jemanden mit einem Schweizer Dialekt sprechen zu hören :D Ich mag das sooo gern, es wäre wirklich schade, wenn Du es Dir abgewöhnen würdest! Aber es ist schon seltsam, dass wir da alle so kritisch mit uns sind.

Liebe Grüße
Silka

moniaqua
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Post by moniaqua » December 30th, 2017, 3:58 am

Silmaryllis wrote:Ich versuche auch, möglichst "hochdeutsch" zu lesen, weil ich das Fränkische zwar heimatlich, aber für einen Nichtfranken als nicht besonders angenehm zu hören empfinde. Klappt aber leider meistens nicht so richtig...
Och nöö! Ich als Nichtfränkin kann Dir sagen, dass ich das Fränggische als sehr angenehm zu hören empfinde, fast so gut wie Schwyzerdütsch ;) (sorry, die gewinnen einfach wegen Mama und Prägung und so :) )

In der Schule mussten die Lehrer zu meiner Zeit hochdeutsch sprechen. Einer meiner besten Lehrer hat sich damals schon einen Dreck drum geschert und bayerisch gesprochen. GsD, und GsD hat der Dialekt einigermaßen überlebt. Obwohl es schon viele Ausdrücke gibt, die sich verloren haben. Es ist ja nett, hochdeutsch zu verstehen und so weit sprechen zu können, dass einen auch Ausländer verstehen. Aber man muss es wirklich nicht übertreiben!

ClaudiaSterngucker
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Post by ClaudiaSterngucker » December 31st, 2017, 7:45 am

Silmaryllis wrote:
ich verstehe Dich sehr gut, bei mir ist es das "fränggeln", was mich ziemlich unsicher macht beim Lesen. Ich versuche auch, möglichst "hochdeutsch" zu lesen, weil ich das Fränkische zwar heimatlich, aber für einen Nichtfranken als nicht besonders angenehm zu hören empfinde. Klappt aber leider meistens nicht so richtig... Ich hab nämlich auch lange gezögert, hier bei Librivox überhaupt anzufangen, weil ich dachte, ich lese nicht hochdeutsch genug.
Liebe Silmaryllis,

:clap: Ich habe gerade in eine Deiner Aufnahmen 'reingehört, und ich kann keinen Akzent bei Dir feststellen. Ich weiss zwar nicht ganz genau, wie sich denn 'fränggeln' anhört - doch Du klingst wunderbar klar und deutlich! Ich beneide Dich um Dein schönes Deutsch und bin froh, dass Du hier bei Librivox angefangen hast!
Claudia

"Aus Druckerschwärze entstehen Dinge, Menschen, Geister und Götter, die man sonst nicht sehen könnte." Erich Kästner

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